Gemeinde Hille

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Plattdeutsche Beschreibung von Rothenuffeln und Nordhemmern

Rothenuffeln

Willkurmen in Roheniufel, in Iufel, wie wie segget, in den Dorpe der Gemeinde Hille, in den seit oba 250 Joan Lüe hier an de Kante vann Wiehengebirge Heilbäder niem kürnt. Früher würn dat Biuanbäder, vandoge het wie Kurhüser mit vierlen Therapieangeboten. Hier bi us kürnt de Lüe Heilung un Erholung fienen.

Seit 1977 es Iufel anerkannter Erholungsort. Dorümme het wie auk den Kurpark kriergen. Hei es besonnas schön met sine Fachwerkhüsa, den Dieken un den grauten Bömen. Vierle Bänke sind dor, up den man geut sitten un sik iutriuhen kann. In Iufel wurnt vandoge ungefähr 2700 Lüe. Iuse Dorp es oba nirgenhunnat Joars ault. Oll 1089 stäht de Nome in ne Urkunde. Un iuse Dorpdeil Eicksen es saugor nau öller . Hei stäht in de aulen Akten oll 1033 unna den Nomen Ekishuson.

Für olle Gäste, de geut teu Feute sind, gift et bi us vierle Rundwanderwege. Man kann dürt Dorp laupen, boben int Wiehengebirge oda auk int Meuoa gohn. De Wege sind vaschieden lang und schwoa. Sau es für jeden wat dorbie. Wenn man no boben int Wiehengebirge gäht, hät man den Blick oba ganz Iufel un wieta no Norden bet wät in de Norddeutsche Tiefebene harin. Man kann de Baustau seien, de dür dat Meuoa flüt. Früher halln de Lüe dat Meuoa drögelecht un Wiske dorvan moket. Dor sind de Störche wegeblierben. Un niu het se olles wier rückgängig moket. Niu segget se tue dat Gebiet „Feuchtgebiet Baustauniederung“. Niu esset wier nat inn Meuoa un de Störche sind auk wier dor un brütet jedes Joar.

Wenn ji no us in Iufel kurmt, schürt ji jiu wal wunnan oba iuse Dorp. Et es bi us fein un reke, un wie hät vierle Geschäfte inn Dorpe, in de man olles köpen kann, vann Bäcker bet teu de Apteiken. Un Doktas sind auk dor. Saugor giergen Teenekellen het wie iusen Tohndokta. Un denn sind dor nau de Wirtschaften. Vandoge segget se ja Restaurants dorteu. Dor kann man sik sau richtig satteten. Fein un elegant, wenn man well, obba auk ganz no alter Väter Sitte, met ne düchtige Portion iut iuse westfälischen Kürken.
Un niu nau wat ganz Wichtiges. Hier bi us inn Dorpe grüßt man sik nau un küat ne Mundvull metnanna, besonnas auk met de Frürmen, de in iusen Kurhüsern Heilung und Riuhe söket. Dat hewwe jümma oll don, dat höat bi us dorteu. Wie fröet us jumma, wenn wie neie Gesichta seiet.

Vierle Lüe in iusen Dorpe küat dat üfler Platt. Niu sind bi us ol mährere junge Öllern, de met ürn Kinnan auk wier Platt küat. Saugor in iuse Grundscheule het se dat Platt wir iutgroben. Se wütt dorfür sorgen, dat iuse Platt nich iutsterft. Un de Heimatvaein moket tweimol inn Joar in de Schürn inn Kurpark an Obend ne Klönrunde nur für Platt. Un wennt geut gäht, es auk mol bi us Gottesdienst in Platt.

Dat Besonnere an iusen Üfler Platt es dat „iu“. Dorumme kan man geut höan, ob einer iut Iufel kummt oda iut einen van iusen Nobadörpern.


Nordhemmern

Soa faste, kiek wiet, reg di

Use Dorp Nordhemmern es en owerschaubaret Dorp. Hier wurnt fröhlicke, fliedige, taufreie ower ok gottesfürchtige Lüe.

Midden in Dorpe steiht use Kapelle ut den 13. Jahrhundert. Tiegen an dat Füerwehrhus. Dor drinket wie denn usen Kerkenkaffee.

Wie hebbt ok neu Schaule, ne Grundschaule. De stünd süs midden in Dorpe, inne Nöchte van use Kapelle. Jetzt steiht se bi Böhnen Eiken. Bis us givt et viele Eikenböhme. „Wo an des Hofes Raum, reckt sich empor der Eichenbaum, das ist’s wo meine Wiege stand, oh grüß dich Gott Westfalenland.“ So hett et in usen Westfalenlied. Wat viele Lüe nich mehr kinnt.

In Frierken Kuhlen entspringt de Ösper. Sei mündet in Petershogen inne Wieser.

Up den Hohnenhüwel finnt man no ole Pötte ut de Steinzeit. De kann man no inne Schaule bekieken.

Use Molkerei, wo ower nich mehr Bottern herstellt wet, hät ok nen Schosstein. Dor brütet nen Storchenpoor.

Inne Greftwindmühlen ut den Johre 1838 kann man fiern. De Bockwindmühlen ut den Johre 1689 es bi nen Sturme ümmewaht. Dor givt et jetzt nen Mühlencafe.

Mit Gastwirtschaften sind wi schlecht bestellt. Schode, denn Pöhlers „Gastwirtschaft im Kruge“ ut den Johre 1568 existiert ok nich mehr. De hatte wat mt den olen „Rahdener Postweg“ te daune. Denn dor könn man no utspannen, die Peere.

Bi us wohnt einige Lüe ut den Ruhrgebiet, Evakuierte, denn Vertriebene ut den Osten un dorno no Russlanddeutsche. De kurmt mit ut de Welt. Ower olle hebbt ören Platz funnen.

Bi us wird vertellt, wenn in annern Dörpen nen Frührmer inne Wirtschaft kummt, denn het et „giv Einen ut.“

Hier bi us in Nordhemmern seggt man „drink Einen mit!“

Dat seggt ne ganze Menge van usen Dorp ut. 

 

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