Gemeinde Hille

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Regenerative Energien in der Gemeinde Hille

Der Anteil der regenerativen Energien am Gesamtstromabsatz der Gemeinde Hille hat sich in 2016 gegenüber dem Vorjahr etwas verringert. Nach dem vom Netzbetreiber Westfalen Weser Netz GmbH vorgelegten Energiebericht wurden in 2016 rein rechnerisch 54,8% (Vorjahr 56,4%) des Stromabsatzes der Gemeinde Hille aus regenerativen Energien bezogen. Damit liegt die Gemeinde deutlich über den Vergleichswerten für den Kreis Minden-Lübbecke (19,5%) sowie für das gesamte Netzgebiet von Westfalen Weser (42,7%).

Weitere Details können der nachfolgenden Statistik entnommen werden:

Regenerative Energie (PDF, 14 KB)

Klimawandel & Klimaschutz – große Themen auch in unserer kleinen Kommune

Das Weltklima verändert sich, und unsere Art zu leben ist dafür mitverantwortlich. Um katastrophale Veränderungen zu verhindern, sind Umdenken und anderes Handeln erforderlich.

 

Die Gemeinde Hille hat viele ihrer kommunalen Gebäude in den letzten Jahren modernisiert, was sich nachhaltig insbesondere auf den Heizenergiebedarf ausgewirkt hat. Zudem tritt die Gemeinde Hille selbst als Stromproduzent auf, in den 3 eigenen Photovoltaikanlagen wurden seit Inbetriebnahme rund 355.000 kWh Strom produziert (Stand 31.12.2015).  

Seit 01.01.2013 wird ein Teil der für das Schulzentrum in Hille benötigten Wärme über das anliegende Blockheizkraftwerk (BHKW) der Hiller Biogas GmbH & Co. KG bezogen. In der Grundschule Oberlübbe erzeugt ab 01.08.2013 ein BHKW Strom und Wärme für die Schule und das Schwimmbad. 

 

Energiebericht 2016 liegt vor

Die Verwaltung hat zum 10. Mal einen Energiebericht erstellt, in dem die Entwicklung der Verbräuche und Kosten sowie Kennzahlen zum Energieeinsatz dargestellt werden.
Der witterungsbereinigte Heizenergieverbrauch für die Großverbraucher (Schulen, Sporthallen, Rathaus) ist in 2015 im Vergleich zu 2006 um 20,4% auf insgesamt 3.085.947 kWh zurückgegangen. Mussten in 2006 noch 129,56 kWh pro qm Heizfläche eingesetzt werden, so reduzierte sich dieser Wert auf 94,93 kWh in 2015.
Der Stromverbrauch für alle Verbrauchsstellen ist in den letzten Jahren tendenziell ebenfalls rückläufig. Hauptursache hierfür sind deutliche Einsparungen bei der Straßenbeleuchtung. Hier finden Sie den Enerigebericht in Textform:

Energiebericht2014 (PDF, 1,1 MB)

Der Folienvortrag aus der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses vom 25.01.2017 steht hier zum Download zur Verfügung:

Energiebericht PP 2014 (PDF, 1,4 MB)

 

Gemeinde Hille beteiligt sich am Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Ostwestfalen (KEEN Ostwestfalen)

Gemeinsam mit 6 weiteren Kommunen beteiligt sich die Gemeinde Hille am Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Ostwestfalen (KEEN Ostwestfalen). Ziel des Netzwerkes ist es, Potenziale zur Energieeinsparung bei den Teilnehmern zu ermitteln sowie Maßnahmen zu definieren und umzusetzen. In regelmäßigen Netzwerktreffen erfolgt ein Austausch mit den Beteiligten.

Die Gelsenwasser AG fungiert als Netzwerkmanager und Moderator. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert das Projekt. Um die Netzwerkkosten für jede einzelne Kommune zu begrenzen, bezuschusst die Gelsenwasser AG das Netzwerk.

Im Rahmen des auf 3 Jahre angelegten Projektes beauftragen die Kommunen einen energietechnischen Berater. Jede Kommune vereinbart gemeinsam mit dem energietechnischen Berater individuelle Energieeinsparziele für die Netzwerkphase. Die jeweiligen Effizienzziele der Kommune werden daraufhin zu einem Gesamt-Effizienzziel des Netzwerks zusammengeführt.

Der energietechnische Berater wurde inzwischen ausgewählt, sodass in Kürze die Analysephase beginnen kann.

Die Ergebnisse werden in einem Abschlussbericht zusammengefasst.


Kreis und sieben Kommunen erarbeiten integriertes Klimaschutzkonzept

Klimaschutz setzt sich zusammen aus vielen kleinen und großen Beiträgen in den unterschiedlichsten Bereichen. Jetzt hat sich der Kreis Minden-Lübbecke mit sieben seiner Kommunen zusammengetan, um ein integriertes Klimaschutzkonzept zu erarbeiten. Die Beteiligten stellten ihre Kooperation gemeinsam im Kreishaus in Minden vor. „Beim Thema Klimaschutz denken viele Menschen an internationale und globale Abkommen und langfristig gesetzte Ziele“, sagt Landrat Dr. Ralf Niermann. „Beim genaueren Hinsehen stellen wir aber schnell fest, dass jeder Einzelne seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und leisten muss, wenn die notwendigen, ehrgeizigen Ziele auf globaler Ebene erreicht werden sollen.“ Bürgermeister Michael Schweiß ergänzt: „Mir ist die interkommunale Zusammenarbeit besonders wichtig, denn Klimaschutz macht nicht an den Grenzen Schluss.“ Die Klimaschutzaktivitäten in der Region sollen sich in Zukunft besser ergänzen und aufeinander abgestimmt werden. Alle Beteiligten leisten damit ihren Beitrag, um die CO2-Emissionen bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren.

 

Die Städte Espelkamp, Lübbecke, Rahden und Petershagen sowie die Gemeinden Hille, Hüllhorst und Stemwede bündeln ihre finanziellen und personellen Ressourcen, indem sie gemeinsam mit dem Kreis ein integriertes Klimaschutzkonzept auf den Weg bringen. Die größeren Städte Minden, Bad Oeynhausen und Porta Westfalica haben bereits eigene integrierte Klimaschutzkonzepte. Sie werden in die jetzigen Arbeiten mit einbezogen und haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Das Projekt wird zu 65 Prozent mit Bundesmitteln gefördert aus der nationalen Klimaschutzinitiative. Mit diesen Mitteln soll das Konzept in Auftrag gegeben werden. Ziel ist, einen Überblick über die bereits laufenden Klimaschutzmaßnahmen zu geben, Ziele zu formulieren und einen konkreten Maßnahmenkatalog zu erstellen für weitere Schritte in den Städten und Gemeinden. Ein integriertes Klimaschutzkonzept erleichtert den Zugang zu zahlreichen Fördermöglichkeiten. So wird es zum Beispiel möglich sein, ohnehin anstehende kommunale Aufgaben wie Gebäudesanierung gleichzeitig klimafreundlich zu gestalten und entsprechende Förderungen zu nutzen. Wenn das Konzept vorliegt, können die Beteiligten Klimaschutzmanager einstellen, die die Ziele umsetzen. Auch wäre es möglich, sich mit mehreren kleineren Kommunen einen Klimaschutzmanager zu teilen. Hierfür können sie ebenfalls Fördermittel vom Bund beantragen.

Am Anfang dieses gemeinsamen Wegs stand ein Strategie-Workshop Anfang des Jahres, an dem auch Stadtwerke, Klimaschutzinitiativen, die Verbraucherzentrale Minden, die Fachhochschule Bielefeld/Campus Minden und weitere Beteiligte teilgenommen hatten. Der Kreis stellt sich hier wie auch in Zukunft für die Koordinierung zur Verfügung, um die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.

 

Das integrierte Klimaschutzkonzept soll konkret fünf Ziele verfolgen: messbare Klimaschutz-Etappenziele formulieren, an bisherige Maßnahmen anknüpfen, die Umsetzung neu entwickelter Maßnahmen vorbereiten, für das Thema Klimaschutz sensibilisieren und weitere Unterstützer im Kreis gewinnen. Auch die Folgen des Klimawandels im Kreis Minden-Lübbecke wie Starkregen oder Hochwasser sollen in das Konzept einfließen. „Wir könnten dann beispielsweise Maßnahmen umsetzen, um Hochwasser gezielt abzuleiten“, sagt Dr. Beatrix Wallberg, Leiterin des Umweltamtes. Die Erarbeitung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes soll im Dezember 2017 beginnen und maximal zwölf Monate dauern.

 

Quelle: Kreis Minden-Lübbecke / Pressestelle