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19.07.2022

Informationen zur Grundsteuerreform in NRW

Warum ist die Grundsteuerreform notwendig?

Da die Grundsteuer bislang auf Basis von veralteten Einheitswerten berechnet wird, hat dies zur Folge, dass für gleichartige Grundstücke teilweise unterschiedlich hohe Grundsteuern erhoben werden. Dies stellt einen Verstoß gegen das im Grundgesetz verankerte Gebot der Gleichbehandlung dar, weshalb das Bundesverfassungsgericht im Jahr 2018 die bisherige Berechnung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärte.

Was müssen Eigentümer tun?

Alle Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken haben ab dem 01. Juli bis zum 31. Oktober 2022 eine Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts (Feststellungserklärung) beim Finanzamt abzugeben. Für die in der Gemeinde Hille liegenden Grundstücke ist das Finanzamt Minden zuständig.

Durch die Finanzverwaltung werden/wurden individuelle Informationsschreiben an alle Grundstückseigentümer/-innen verschickt. Diese enthalten Daten und Informationen, die der Finanzverwaltung verfügbar sind (wie z. B. das Aktenzeichen, die Grundstücksfläche und den Bodenrichtwert) und die Sie bei der Erstellung der Feststellungserklärung unterstützen.

Diese Daten können Sie nach Prüfung auf Vollständigkeit und Richtigkeit in die Feststellungserklärung übertragen. Einen Großteil der für die Feststellungserklärung benötigten Daten erhalten Sie unter www.grundsteuer-geodaten.nrw.de. Nach der Eingabe Ihrer Adresse können Sie Informationen zur Lage, die notwendigen Grundbuchinformationen, die Grundstücksfläche sowie die Bodenrichtwerte abrufen. Darüber hinaus müssen Sie u.a. die Angaben zur Wohnfläche, zum Baujahr und zur Grundstücksart selbständig beisteuern.

Die Feststellungserklärung ist elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. Neben der Plattform Elster haben private Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, Eigentumswohnungen und unbebauten Grundstücken auch die Möglichkeit, diese in vereinfachter Form über das Portal www.grundsteuererklaerung-fuer-privateigentum.de abzugeben, sofern die Vorab-Prüfung über die Schaltfläche „Kann ich teilnehmen?“ erfolgreich war. Ein Elster-Zugang ist für das vereinfachte Verfahren nicht notwendig.

Wer bereits einen Elster-Zugang besitzt, kann das vereinfachte Verfahren spätestens ab September 2022 nutzen. Bei mehreren Eigentümern kann der Eigentümer ohne Elster-Zugang schon jetzt die vereinfachte Abgabe nutzen und die Feststellungserklärung im Namen aller abgeben.

Die Feststellungserklärung kann auch über den Zugang von nahen Angehörigen abgegeben werden.

Ab wann ist der neue Grundsteuerwert maßgeblich?

Bis zum Ablauf des Kalenderjahres 2024 berechnet und erhebt die Gemeinde Hille die Grundsteuer weiterhin nach der bisherigen Rechtslage.

Ab dem 1. Januar 2025 ist der neu festzustellende Grundsteuerwert maßgeblich für die zu leistende Grundsteuer an die Gemeinde Hille. Somit sind Grundsteuerzahlungen nach neuem Recht ab dem 1. Januar 2025 zu leisten.

Weitere Informationen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat gemeinsam mit den Finanzverwaltungen der Länder und des Bundes und dem Deutschen Städtetag ein Video über die Grundsteuerreform veröffentlicht. Darin wird auf die Bedeutung der Grundsteuer für die Städte und Gemeinden und auf die Gründe hingewiesen, weshalb die Reform notwendig war. Das Video ist unter https://www.youtube.com/watch?v=7AL6c8faBHk  zu finden.

Bei weiteren Fragen erreichen Sie das Finanzamt Minden unter der extra eingerichteten Grundsteuer-Hotline 0571/804-1959 (Montag-Freitag von 9 bis 18 Uhr) oder unter www.grundsteuer.nrw.de

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